| Bedeutung |
| Technische Produkte unterliegen während ihrer gesamten Lebensdauer einer Vielzahl von Umwelteinflüssen, d.h. mechanischen und klimatischen Belastungen bei Lagerung, Transport und Einsatz. Diese beeinträchtigen ihre Funktion sowie Lebensdauer und damit Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte. |
| Umweltsimulation ist die reproduzierbare Nachbildung der für ein Produkt zu erwartenden Umweltbeanspruchungen im Labor, wobei Zustand, Funktion und Ausfallverhalten des Testobjekts geprüft werden. Technisch werden diese Prüfverfahren durch spezielle Simulationsanlagen realisiert. |
| Ziel der Umweltsimulation ist es, die Eignung und Zuverlässigkeit von technischen Erzeugnissen unter Umweltbedingungen zu prüfen und sicherzustellen. |
| Vorteile |
| Die Prüfung von Komponenten und Geräten auf ihre mechanische und klimatische Belastbarkeit ist eine wesentliche Voraussetzung, um den hohen Anforderungen an Produktqualität und -zuverlässigkeit im heutigen Wettbewerbsmarkt gerecht zu werden bzw. Wettbewerbs-
vorteile zu erzielen. Die Umweltsimulation ist von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung auch im Hinblick auf das Produkthaftungs- |
Die Umweltsimulation bietet die Möglichkeit, kosten- und zeitintensive Nachentwicklungen zu vermeiden, wenn bereits die Prototypen unter Umweltbedingungen geprüft und optimiert werden. |
| Frühausfällen vorbeugen |
| Die speziellen Umweltprüfsmethoden ESS (Environmental Stress Screening), HALT (Highly Accelerated Life Test) und HASS (Highly Accelerated Stress Screening) sind präventive Verfahren zur Sicherung der Produkt- und Prozessqualität. Dabei lassen sich latente Fehler eines Produktes bereits beim Hersteller durch gezielte Stimulierung auslösen bevor sie einen Frühausfall beim Kunden zur Folge hätten. Diese Tests sind ein wirksames Mittel, um in kürzester Zeit Design- oder Fertigungsschwächen aufzuzeigen und können so Entwicklungszeit, Ausfallrisiko und Fehlerfolgekosten reduzieren. |